Jürgen Koprax

Social Media, Politik, Gesellschaft, Semantic Web

Basisdemokratie bei den Grünen zukunftsfähig?

June9

Heute habe ich die offizielle Benachricht der Wiener Grünen über meine Aufnahme als Unterstützer bekommen. Dieser Status ermöglicht mir bei einigen Entscheidungen auf basisdemokratische Weise mitzu(be)stimmen.

Nach dem langen Hick-Hack um die Grünen Vorwählen und dem sehr interessanten Zwischenstand(Grünmitglied aus OÖ wurde nicht als Unterstützer in Wien angenommen) bin ich trotzdem davon überzeugt, dass reine Basisdemokratie(Wikipedia) nicht der Weisheit letzter Schluss sein kann.

Und damit stehe ich wohl nicht alleine da:

Balance statt Basis

Jede Person die Politik nicht nur aus der Zeitung kennt weiß, dass Basisdemokratie ein längst totes Konzept einer bereits vergrauten 68er-Generation ist. Sobald die kritische Gruppengröße von 15 Leuten überschritten wird, ist die Angelenheit zu komplex, um sie basisdemokratisch zu lösen.

Man muss ja nicht gleich so stalinistisch sein wie die SPÖ, aber auch fortschrittliche Menschen werden irgendwann begreifen müssen, was für einen unfassbaren Wert eine gute Führung hat. Als Folge des Totalitarismus des 20. Jh. ist die Basisdemokratie eine logische Gegenreaktion. Nach 40 Jahren des Scheiterns der postmodernen Linken, sollte man sich auf eine vernünftige Balance zwischen Führung und Partizipation einigen.(Kommentar derstandard.at)

Van der Bellen

Na sicher. Im Gegensatz zu Voggenhuber rede ich darüber nicht öffentlich. Nur so viel: Gegenwärtig wollen alle überall mitentscheiden. Das muss sich ändern. Wenn die Partei mit den bisherigen Strukturen weiterarbeiten will, sehe ich große Probleme.(Interview derstandard.at)

Ich denke hier muss viel Arbeit geleistet werden, um die Partei umzustruktrieren. Man sollte vielleicht web2.0 Tools und andere Kollaborations bzw. Wissensmanagement Tools darauf untersuchen (oder untersuchen lassen), ob sie sich für parteiinterne oder die -externe Kommunikation eignen würden. Natürlich setzt dies eine Organisationskultur voraus, welche Akzeptanz für solche Systeme bilden kann. Damit man zb. nächstes Mal in Wien weiß, dass Hr. Lindinger in OÖ eh schon Mitglied ist ;-)

Wie gesagt viel Arbeit!

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Obamarede Kairo

June4

Einige Zitate:

Egal was wir über die Vegangenheit denken, wir dürfen von ihr nicht gefangen genommen werden!

Es ist leicht mit dem Finger auf andere zu zeigen, aber …

Regierungen sollten ihr Volk respektieren.

Wir brauchen transparente Regierungen die nicht von ihrem Volk stehlen.

Parteien dürfen ihre eigenen Interessen nicht über die des Volkes stellen.

Unsere Töchter können genauso gut zu unserer Gesellschaft beitragen wie unsere Sohne.

Junge Leute haben die Möglichkeit die Welt neu zu erfinden!

Wir sollten den richtigen Weg gehen nicht den Einfachen.

CNN-Bericht

Video und kompletter Text der Rede

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Was soll das?

June4
Wir boykottieren die scheindemokratische EU-Wahl!

71er/D Haltestelle Schwarzenbergplatz

Wahlplakate mit Stickern zu bekleben kennen wir ja alle schon! Aber wenn aus Gehässigkeit Autos verunstaltet werden wirds kriminell!

Ich bin kein SPÖ oder ÖVP Sympathisant, aber solche Methoden sind eine Schande für unsere Demokratie!

Wer steckt dahinter? Auf dem Sticker ist www.webinformation.at zu lesen.

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Open House Camp

June3

Grüne Vorwahlen meets Wiener Grüne

Gestern war ich (etwas länger als geplant) bei den Wiener Grünen zu Besuch und habe viele Eindrücke mitgenommen.

In der Session von Helge und Max haben die beiden die Möglichkeiten und Chancen des web2.0 erläutert. Ich finde es war sehr verständlich und gut aufbereitet. Leider gab es im Anschluss keine Zeit mehr für eine Diskussion. Ich finde dies wäre sehr notwendig gewesen, da ich dann in der nächsten Session folgendes Kommentar hörte:

Da hab ich mir vorher anhören müssen wie toll die sind!

Dies wurde mit einem sehr eigenartigen Unterton ausgesprochen. Ich finde es sehr schade, dass man sich so sehr gegen Neues verschließt.

In der zweiten Session in der ich war ging es um das Thema “Mitmachen bei den Grünen”. Abgesehen von dem oben schon angesprochen Kommentar änderte sich das Thema zwischenzeitlich und wir diskutierten wiedermal über die Grünen Vorwahlen und wie einzelne Grüne sich durch die Initiative angegriffen fühlen. Zum Glück wurde moderierend eingegriffen und wir kamen wieder zurück zum Thema und jeder konnte sich kurz vorstellen. Dann war die Session wieder vorbei.

Mir ist aber auch klar geworden, dass noch viel Energie investiert werden muss, damit sich die Grünen nicht mehr bedroht fühlen. Meiner Meinung nach sollte dies aber intern bei den Grünen passieren, da es ja schon Grüne gibt die ihre Einstellung zu den Vorwahlen geändert haben.

In der letzten Session die ich dann besuchte ging es um das Organigramm und die Abläufe bei den Wiener Grünen. Etwas oberflächlich, aber genug damit ich jetzt verstehe wie komplex die Partei funktioniert.

Was ich bis da hin nicht wusste: Um für die Liste der Wiener Grünen zu kandidieren muss man kein Mitglied der Grünen sein!

Damit wurde für mich die Angst nachvollziehbar, dass Leute in die Liste kommen die den Grünen schaden könnten.

Beim anschließenden “zusammensitzen” habe ich gute Gespräche geführt. Ich habe offensichtlich mit meiner direkten Art und meinen Überzeugen ein paar Gesprächspartner vor den Kopf gestossen. Jedoch hoffe ich mit meinen Ansichtsweisen einige inspiriert zu haben.

Dann gings noch ins Europa und um 4 war Schluss!

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Nachricht von den Grünen

May25

Irgendwie hab ich mich gefreut von den Grünen zu lesen. Vielleicht liegt es an den Erfahrungen, die ich in Graz gemacht habe. Wie ich schon im vorherigen Post geschrieben habe: Ich seh das jetzt alles etwas entspannter.

In der Regel treffen monatlich zirka fünf bis zehn Anträge bei uns zur Bearbeitung ein. Nun sind aber innerhalb eines sehr kurzen Zeitraums über 300 Beitrittserklärungen an das Wiener Landesbüro gesandt worden.

Demokratische Entscheidungen brauchen ihre Zeit und wir fällen Entscheidungen demokratisch. Wir bedauern, dass diese Situation daher zu längeren Wartezeiten in der Bearbeitung führt.

Liebe Grüne, gerne nehme ich in kauf zu warten!

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Politcamp Graz 09

May25

Dieses Wochenende war ich beim Politcamp 09 in Graz. Das erklärt auch warum ich in einer Grazer WG übernachtet habe.

Ich bin genauso zufrieden wie letztes Jahr. Viele spannende Präsentationen gefolgt von genauso spannenden Diskussionen. Am Besten haben mir die Sessions zu den Themen: Grüne Vorwahlen und Laizismus gefallen!

Grüne Vorwahlen (Session Video):

Ich bin Vorwähler und deswegen hat es mich besonders interessiert! Anfangs hatte ich wenig Verständnis für die Situation der Grünen (wie auch ein älterer Blogbeitrag zeigt). Nachdem die Vorstellung des Projekts durch Max Kossatz vorbei war und endlich die Diskussion anfing, war ich dann noch aufgeladener. Grund dafür: Ich kannte nur die eine Seite!

Auch in der Diskussion argumentierte ich stark dafür, dass der Aufnahmeprozess beschleunigt werden sollte. Im Laufe des Barcamps und mit jedem kritischen Gespräch darüber wuchs mein Verständnis für die Grünen. Ich persönlich werde ihnen nun mehr Zeit geben und ich würde mich sehr freuen Unterstützer zu werden. Aber ich bin ihnen keineswegs böse wenn sie meine “Hilfe” nicht wollen. Ich teile die Meinung die Hans Christian Voigt in seinem Blog kellerabteil2.0 kundgetan hat.

Ich bin dafür, dass hier endlich ein Dialog entsteht ohne, dass die eine Seite der Anderen etwas aufzwingen will. (Ich habe selber erst gebraucht, um zu erkennen wie gefährlich so etwas eigentlich ist) Ich habe mir auch schon überlegt einfach Mitglied der Grünen zu werden, doch dies ist eine andere Geschichte!

Laizismus (Session Video)

Ich habe sie unterschrieben! Im Zuge der Diskussion habe ich mir aber kurzzeitig überlegt meine Unterschrift wieder zurück zu nehmen. Trennung von Kirche und Staat halte ich für sehr wichtig! ABER auch in der Politik sollte man sich an gewisse Regeln halten und nicht Amok laufen. Ich bin auch der Meinung, dass jede Religionsgemeinschaft, jede Kirche, jeder Priester und jeder Gläubige eine potenzielle Gefahr für das gesellschaftliche Zusammenleben ist. Aber auch glaube ich, dass alles Andere auch Potenzial bittet, auch manche gut gemeinte Initiative ;-)

Ich habe den Eindruck, dass Nico Alm hier etwas zu forsch an die Sache herangeht und damit etwas mit kommuniziert, was er eigentlich nicht mit kommunizieren will. Ich wünsche ihm viel Erfolg und ich hoffe er trägt mit dieser Initiative dazu bei, dass sich manche Machtverhältnisse verschieben.

Und jetzt noch ein paar Fotos:

Christoph Chorherr: Blogs sind super…

Max Kossatz entdeckt das Internet

Eighth rule

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Liebe Grüne! Ich bin enttäuscht…

May8

Ich finde die Idee der Grünen Vorwahlen spitze! Ich bin der Facebookgruppe beigetreten und ich habe die Unterstützungserklärung eingereicht.

Warum bin ich noch immer nicht als Unterstützer aufgenommen worden?(Warum?)

Änderung der Beschreibung eines Unterstützers auf der Homepage der Grünen.

Nun bin ich etwas enttäuscht und verärgert, da ich nicht das Gefühl habe, dass die Grünen bereit sind sich zu öffnen. Im Gegenteil sogar ziehen sie meiner Meinung nach, hohe Mauern hoch. Warum? Ich weiß es nicht!

Ich dachte immer die Grünen sind eine offene Partei am Puls der Zeit die jede Möglichkeit nutzen(oder zumindest ausprobieren) um ihre Ziele zu erreichen. Ist wohl nicht so. Wovor habt ihr Angst?

Aber vielleicht sind sie doch überhebliche Intellektuelle die sich nicht drein reden lassen wollen. Sollte dies so sein werden sie nie Erfolg haben. Mit Erfolg meine ich MITREGIEREN.

Eins ist sicher: Sollten sich die Grünen nicht gegenüber den Grünen Vorwählern öffnen, werde ich sie in Zukunft nicht mehr wählen. (@Grüner Eignungstest – wird so Evidenz geschaffen? #GrueneVW)

“Machtverhältnisse etwa müssen in einem fortwährenden Prozess immer wieder neu einer demokratischen Prüfung unterzogen werden.” (Statut Grüne)

Ich will nicht “meinen KandidatInnen” in den Gemeinderat schicken.

Jetzt seid ihr an der Reihe liebe Grüne! Zeigt uns doch, dass ihr nicht so seit wie alle anderen Parteien.

Denn wen soll ich wählen? Die KPÖ? Eher auch nicht!

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Segregation

March8

Einen interessanten Artikel habe ich beim Standard gefunden. Mir war die Segregation noch nie so richtig bewusst. Die Frage, die sich mir stellt ist, geschieht die Trennung durch die Menschen selbst oder hilft der Staat da nach??

LG
Braco

Ich finde die Vorschläge der Grünen gut!!!

February7

Aufgrund der Gas bzw. Energiekrise haben die Grünen(Mag. Christoph Chorherr, Mag.a Maria Vassilakou, Mag. Rüdiger Maresch) eine dringliche Anfrage und zwei konkrette Vorschläge gemacht(Neubauten und Sanierungen).

Ich bin auch selbst betroffen und merke wieviel Energie durch schlecht isolierte Fenster/Mauern entweichen kann.

Anfrage:

Antwort:

Interessant für mich ist, dass Christoph mit Leidenschaft und Veränderungswillen diese Vorschläge macht. (Ich denke auch, dass er die Rede selbst geschrieben hat ;-) ) Ich konnte ihm folgen, er hat mich berüht und mein Hausverstand sagt, dass er recht hat.

Und unser Herr Bürgermeister hat die Rede hochprofessionell und ohne Spirit gehalten. Er ist ja auch schon lang dabei. Die Rede zu verfolgen ist anstregend und langweilig! Aber so funktionierts: Die SPÖ will ja hier nichts ändern und um etwas zu lassen wie es ist braucht man nicht viel Energie!

Ich bin übrigens auch dafür, dass man einen youTube Channel einrichtet um solche Debatten verfolgen zu können.

Quelle: Christoph Chorherrs Blog

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Wunschliste an Obama

November7

Ich schließe mich diesen an!

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